Amazon Echo ab sofort in 28 weiteren Ländern erhältlich

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Amazon erweitert die Verfügbarkeit seiner Echo-Modelle rasant und bietet diese ab heute gemeinsam mit Music Unlimited in 28 weiteren Ländern an – ein Kommentar.

Amazon-weltweit

Waren die Echo-Geräte bisher nur in den USA, UK, Kanada, Japan, Indien und Deutschland verfügbar, macht Amazon diese nun gemeinsam mit Music Unlimited ab heute in 28 zusätzlichen Ländern verfügbar.

Nachdem Prime Video bereits seit knapp einem Jahr mehr oder weniger weltweit genutzt werden kann und ein (abgespeckter) Fire TV Stick seit ein paar Wochen in über 100 Ländern verfügbar ist, ist dies also der nächste Schritt.

Es ist dabei sehr logisch, dass Amazon den Rollout der Echo-Geräte mit Music Unlimited verbindet – ist Musik doch einer der Hauptanwendungsbereiche, der vermutlich mehrmals täglich genutzt wird.

Sprachlich setzt Amazon dabei aber nicht auf die jeweiligen Landessprachen. Nach wie vor beherrscht Alexa US-, UK-, IN-Englisch, Japanisch und Deutsch.

Ich denke auch nicht, dass sich dies in naher Zukunft ändern wird, wenn man beispielsweise den verzögerten Markteintritt in Deutschland betrachtet, der wohl vor allem aufgrund der sprachlichen Herausforderungen lange gedauert hat.

“Music is such an incredible global connector, and with Amazon Music Unlimited we’ve been able to give listeners access to an extensive catalog with the added experience of using their own voice to hear music in so many ways with Alexa.”

“Today’s announcement signifies an important moment for Amazon Music Unlimited and our international customers as we continue to offer more music fans all over the world a completely new way to hear expertly curated playlists and songs from their favorite artists.”

Steve Boom, VP Amazon Music

Amazon Music Unlimited umfasst – wie in Deutschland – mehr als 40 Millionen Songs und ist unabhängig von Amazon Prime, da dieser Dienst in vielen der neuen Länder nicht angeboten wird.

Neue Länder für Amazon Echo

Die 28 neuen Länder lauten wie folgt:

  • Belgien
  • Bolivien
  • Bulgarien
  • Chile
  • Costa Rica
  • Ecuador
  • El Salvador
  • Estland
  • Finnland
  • Griechenland
  • Island
  • Kolumbien
  • Lettland
  • Lichtenstein
  • Litauen
  • Luxemburg
  • Malta
  • Niederlande
  • Panama
  • Peru
  • Polen
  • Portugal
  • Schweden
  • Slowakei
  • Tschechien
  • Ungarn
  • Uruguay
  • Zypern

Bedeutung für Sprachsteuerung in der Zukunft

Unterschiedliche Marktanalysen zeigen, dass Amazon mit seinen Echo-Geräten bereits einen großen Teil des Kuchen in unterschiedlichen Ländern innehat (bspw. USA ~70 Prozent).

Der Gesamtabsatz smarter Lautsprecher soll sich ferner dieses Jahr auf 24 Millionen Stück vervierfachen, wobei allein die Hälfte davon in diesem Quartal abgesetzt werden soll. Nach den Angeboten von Amazon und Google in den letzten Wochen, ist diese Zahl aber vermutlich sogar noch zu gering.

Neue Märkte und Absatzmöglichkeiten bedeuten gleichzeitig auch immer neue (zusätzliche) Erlöse, die dann wieder in Forschung und Entwicklung gesteckt werden können, um das Endprodukt zu verbessern und um weitere Features zu entwickeln. Bereits jetzt beschäftigt Amazon im Rahmen von Alexa mehr als 5.000 Entwickler.

Ob Google damit Schritt halten kann, ist fraglich. Wohl auch, weil Nutzer nicht so einfach von einem Wechsel zu einem anderen Gerät überzeugt werden können. Amazon hat hier also einen klaren Vorsprung und baut diesen kontinuierlich weiter aus.

Desweiteren ist Google Home bisher nur in den USA, UK, Kanada, Australien, Frankreich und Deutschland erhältlich.

Durch mehr potentielle Nutzer wird es für Drittanbieter auch immer attraktiver werden, entsprechende Skills zu veröffentlichen.

Eine weitere Verbreitung smarter Lautsprecher ist also durchaus zu begrüßen. Ob die klare Vormachtstellung von Amazon dies auch ist, steht allerdings auf einem anderen Blatt Papier.

Und auch Dienste wie Spotify und Apple Musik, die noch immer keinen eigenen smarten Lautsprecher haben, dürften (noch mehr) Bauchschmerzen bekommen.

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